Wissenswertes zu Materialien


Was benötigst Du, um starten zu können?

In meinem gemütlichen Nähatelier stehen Dir Nähmaschinen (manuelle und elektronische Nähmaschinen), 2 Overlockmaschinen sowie eine Coverlockmaschine zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Bügelanlage und einen großen Zuschneidetisch. 

 

Wer eine eigene Nähmaschine besitzt, sollte am besten auch auf dieser nähen – Du kannst Deine Maschine gerne zum Kurs mitbringen.

Außerdem solltest du den Stoff und die benötigten Zutaten für das entsprechende Nähprojekt dabei haben. Selbstverständlich dürfen die Zuschneidescheren, Handarbeitsscheren, Steck- und Nähnadeln aus meinem Atelier benutzt werden. Wen die Nähleidenschaft einmal packt, der wird sich seine eigene Ausstattung besorgen wollen. Auch hier berate ich gerne. 

 

Für ganz viele Ideen und Inspirationen Deiner neuen Projekte, Schnitte und Stoffe habe ich zahlreiche Bücher und Zeitschriften, die im Nähatelier ausliegen. In diesem Zuge wird auch das Herausnehmen von Schnittmustern aus Schnittmusterbögen erklärt und erlernt. 

 


Stoffe

Stoffe, die zu Kleidung und anderen Textilien verarbeitet werden sollen, werden aus verschiedenen Fasern hergestellt:

Grundsätzlich werden folgende Fasern unterschieden:

  • Pflanzenfasern wie Baumwolle und Leinen
  • Tierische Fasern wie Wolle und Seide
  • Chemiefasern – Zellulosische (aus Holz) und Synthetische (aus Erdöl)

Dann gibt es noch die Unterscheidung Webware und Wirkware:

Webware ist wenig dehnbar und wird mit spitzen Nadeln und geraden Stichmustern verarbeitet.

 

Maschenware (Wirkware): Einer oder mehrere Fäden (je nach Technik) werden für diese Warenart in Schlingen gelegt und miteinander verbunden, also gestrickt. Dadurch sind diese Stoffe deutlich dehnbarer und gleiten danach auch leicht wieder in ihre Ursprungsform zurück.


Es gibt viele verschiedene Stoffe und Materialien. Einige lassen sich leicht, andere schwer verarbeiten.

 

Als Nähanfänger starten wir daher mit gewebten Baumwollmaterialien, die sich leicht nähen, bügeln, aber auch auftrennen lassen. Daraus kann man als erste Projekte Kissenbezüge, Tischwäsche, Geschirrhandtücher und schöne Taschen und Beutel nähen. Besonders beliebt sind auch Leseknochen, Utensilos und Kosmetiktäschchen.

Außerdem gibt es noch die gewirkten (gestrickten) Baumwollmaterialien, wie z.B. Jerseystoffe, Sweatstoffe. Sie sind weich und elastisch und lassen sich mit speziellen Nähmaschinennadeln (Jerseynadeln) auch relativ unproblematisch verarbeiten. Zum Beispiel zu Loopschals, Mützen, Babysachen, Kleidern, Sweatshirts. Auch mit Jerseystoffen könne wir in den ersten Nähkursstunden schon arbeiten.

 

Auch folgende Stoffe werden aus reiner Baumwolle bzw. mit Baumwollanteil hergestellt: Baumwollsatin, Denim, Cord, Damast, Frottier, Molton, Gabardine, Kattun, Samt, Interlock, Batist und viele mehr

 

Leichte Viskosestoffe eignen sich für Kleider, Blusen, Hosen. Für die Verarbeitung dieser Stoffe sollte schon ein bisschen Näh-Erfahrung vorhanden sein, die Stoffe sind sehr leicht und rutschig. Aber auch Projekte aus Viskose sind in der ersten Kursrunde zu schaffen.

 

Wollstoffe (Filz, Loden, Flanell, Flausch, Tweed, Bouclé) aus mit reinem oder teilweisem Wollanteil von Schaf, Kamel, Kaschmirziege, Alpaka oder Angorakaninchen eignen sich zum Nähen von Pullovern, Mänteln, Jacken, Jacketts, Anzügen, Schals, Decken. Grundsätzlich für jeden nähbar, jedoch nicht in den ersten Nähkursstunden.

 

Leinenstoffe aus reinem Leinen oder mit Leinenanteil eignen sich für Kleidung, Tisch- und Bettwäsche, Accessoires wie Taschen, Beutel, Taschentücher. Leinen ist leicht zu verarbeiten und eignet sich gut für Nähanfänger.

 

Seidenstoffe aus reiner Seide oder mit Seidenanteil werden für die Herstellung von Blusen, Kleidern, Tüchern, Schals, Bettwäsche und Lampenschirmen gewählt. Das Nähen mit Seidenstoffen ist nicht ganz leicht, da Seide sehr fein ist und beim Nähen rutscht. Aber auch nach einigen Nähkursstunden kannst Du Dich an eine Seidenbluse heranwagen.

 

Bei den Chemiefasern (z.B. Viskose, Modal, Lyocell, Polyamid, Polyester, Elastan) gibt es die verschiedensten Zusammensetzungen und die unterschiedlichsten Herstellungsmöglichkeiten. Daher ist oft nicht leicht, Chemiefasern von Naturfasern zu unterscheiden, da diese in jede gewünschte Form gebracht werden können. Zudem erscheinen immer wieder neue Zusammensetzungen am Markt. Die Verarbeitung der Chemiefasern erfordert unterschiedliche Anforderungen beim Nähen, viele Stoffe lassen sich sehr gut vernähen.